Das Konzert „Klasse! Wir singen!“, das am 14. Mai um 16.30 Uhr als eines von circa 60 weiteren Konzerten deutschlandweit in der Esperantohalle in Fulda veranstaltet wurde, machte seinem Namen alle Ehre und war einfach nur klasse! Erstmalig in Hessen und einmalig für unsere Schulgemeinschaft! Die Schülerinnen und Schüler der Vorklasse und der Jahrgänge 2 und 4 unserer Schule standen mit etwa  400 weiteren Sängerinnen und Sängern auf der Bühne, um sich und die ebenfalls anwesenden rund  400 Gäste der Veranstaltung mit fröhlichen, besinnlichen oder traditionellen Liedern zwei Stunden lang begeistert und stimmsicher zu unterhalten.

Hervorragend moderiert wurde das Event von dem engagierten und versierten Erfinder dieser tollen Singfeste, Gerd-Peter Münden, der es verstand, den Kindern die Botschaft fetziger und bewegter Lieder wie „Ich wollt´, ich wär` ein Huhn“ oder den Swing von „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ zu entlocken, unterstützt von einer Band, die nur als erstklassig bezeichnet werden kann.

Aber auch bei besinnlichen Liedern wie „Auf dieser Erde wäre da keine“, bei traditionellen Stücken wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Keiner schöner Land“ gelang es ihm und mit ihm den Kindern, den Stimmungswechsel ebenso wie die Ernsthaftigkeit dieser Botschaften zu transportieren.

Das Singen miteinander in der Gemeinschaft der Familien und Gruppen wieder gesellschaftsfähig zu machen, ist eine der Grundlagen seiner Idee. Unterstützung fand dieser Gedanke dadurch, dass sich im Publikum zahlreiche mitgereiste Eltern befanden. Das war super!

Aber es geht noch um mehr: Es geht um die Botschaften in den Liedern, die uns daran erinnern, dass wir die Verantwortung für den Erhalt unseres Lebensraumes übernehmen müssen, aber auch um das Gefühl, das wir mit dem Begriff „Heimat“ verbinden, egal, welcher Herkunft wir sind und wo sich unsere Wurzeln befinden. Es geht um Respekt, um Dankbarkeit, um Werte, die für unser Leben von Bedeutung sind und die durch Lieder vermittelt werden. Es geht um ein Erlebnis von Gesang und Musik, das nicht dazu dient, dem nächsten „Singstar“ zu Ansehen, Ruhm, Ehre und Wohlstand zu verhelfen. Nein, es ist das große Maß an Lern- und Bildungsfähigkeit sowie die Bedeutung für das soziale Lernen, was durch das Singen in der Gemeinschaft in unseren Kindern entwickelt werden kann. Und genau das ist es, was wir gespürt haben: Begeistert waren sie, unsere Kinder. Spontan beim Mitmachen. Textsicher. Stimmgewaltig. Emotional. Beeindruckt von Lichteffekten und leuchtendem Sternenhimmel oder erschrocken über zwei kleine Wölfe, entzückt von dem Biber, den sie besungen haben und am liebsten alle mit nach Hause genommen hätten….

Was wir mit nach Hause nehmen konnten, war die Erfahrung, dass es grandios ist, gemeinsam zu singen und dass es wichtig ist, unsere alten Lieder zu kennen. Wir wollen verstehen, was sie uns erzählen. Und durch die Lieder anderer Völker und Nationen lernen wir etwas darüber, wie andere Menschen leben. Wir lernen, sie zu verstehen. Ganz einfach. Und beim Singen im Chor lernen wir all das miteinander. Klasse, oder?

  Christiane Krapp