Schulhofsanierung an der Martin-von-Tours-Schule hat begonnen

Endlich kommt Bewegung in die lang geplante Schulhof-Sanierung: Mit einem symbolischen Spatenstich am Montag, den 23. September, eröffneten Vertreter aus Kommunalpolitik, Schulgemeinde und Bauleitung den ersten Bauabschnitt auf dem Schulhof der Martin-von-Tours-Schule Neustadt. Im Rahmen einer Feierstunde am frühen Nachmittag freuten sich sowohl die Schulleitung als auch die Lehrkräfte, die Schülerschaft und zahlreiche Gäste über den Beginn der Sanierungsarbeiten vor dem Hauptgebäude in der Querallee. Ziel der Baumaßnahmen sei es, geeignete Außenräume zum Spielen und Erholen zu schaffen, die jedem Schüleralter gerecht werden: „Wir brauchen sowohl Spielfelder als auch Entschleunigungsinseln“, fasste der Direktor Volker Schmidt die Wünsche der Schülerschaft zusammen, die sich motiviert in die Planung einbrachte.

Auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ideen mussten jedoch einige Hürden – etwa die Finanzierung und die längere Lieferzeit einiger Elemente – überwunden werden. Besonders schwierig sei die Suche nach Handwerkern gewesen, die nun jedoch ein Ende gefunden habe: Die Firma Reuter hat seit August den Auftrag übernommen. „Es wird höchste Zeit, dass etwas getan wird“, kommentierte der Schulleiter den Baubeginn in seiner Ansprache. „Endlich können wir unser Bild einer modernen, zukunftsorientierten Schule auch nach außen darstellen.“ Der Neustädter weiß mit Blick auf den Schulhof, wovon er spricht: Er gehörte 1972 selbst als Schüler jenem Jahrgang an, der als erster die Räumlichkeiten in der Querallee besuchen durfte. Nach diesen knapp 50 Jahren habe sich bis heute im Außenbereich fast nichts verändert: Es seien lediglich ein neuer Basketball-Ständer, eine Tischtennisplatte, Sitzmöglichkeiten und ein Holzpavillon hinzu gekommen; ansonsten sei wenig passiert. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig es besonders für eine Ganztagsschule sei, Schule als „Lebens- und Erlebnisraum“ zu erfahren – dies sei aber nur mit einem entsprechenden Schulhof möglich, der die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler aufgreife. 

Stellvertretend für die Schülerschaft äußerte sich Schulsprecherin Gianina Klug aus der Klasse 8B zu dem Sanierungsbeginn: „Wir freuen uns, dass wir bei der Planung mitwirken konnten und sind nun sehr gespannt auf die Umsetzung!“

Bereits 2015 war die Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“ erfolgt, um dessen Fördermittel sich Kreis und Stadt gemeinsam mit der Schule beworben hatten. Der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow lobte die enge und gute Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde und die „Hand-in-Hand“- Arbeit von Stadt und Schule. „Wenn viele an einem Seil in die gleiche Richtung ziehen, kann etwas Gutes entstehen“, zeigte sich auch Neustadts Bürgermeister Thomas Groll in seiner Rede zuversichtlich. 

Bis Sankt Martin soll der erste Bauabschnitt möglichst fertig gestellt sein – oder „zumindest halb“, wie Zachow augenzwinkernd mit Blick auf den Namensgeber der Schule und dessen berühmten halben Mantel hinzufügte. Hier spiele das Wetter eine Rolle. 

Eigentlich hätten die Arbeiten schon in den Sommerferien beginnen sollen. Die Suche nach einem ausführenden Bauunternehmen hatte jedoch lange Zeit für Verzögerungen gesorgt. Nun soll die Hauptarbeit in den Herbstferien erfolgen. 

Wie der neue Schulhof dann genau aussehen soll, erklärte der Bauplaner und Landschaftsarchitekt Rudolf Kaufmann, dessen Freiraumplanungsbüro für die Planung verantwortlich ist: Im ersten Bauabschnitt auf dem vorderen großen Hofbereich wird eine Aktivitäts- und Bewegungszone mit Kletter- und Sportmöglichkeiten geschaffen. Spielgeräte sollen künftig in einer Holzhütte aufbewahrt werden. Zudem sollen unter anderem die Fahrradständer erneuert werden. Ein überdimensionales Schachspiel darf bei der zertifizierten Schachschule auch nicht fehlen, und Grünflächen und „Chill-Inseln“ werden künftig zum Ausruhen einladen. Heckenelemente sollen letztendlich den Schulhof stärker gliedern und die einzelnen Bereiche voneinander abtrennen. 

Der zweite Bauabschnitt widmet sich im neuen Jahr dem hinteren Hofbereich Richtung Allee. Wenn so tüchtig angepackt wird wie beim ersten Spatenstich, dürfte die triste Asphaltfläche der 70er-Jahre bald in der Moderne angekommen sein. 

Nadine Kalbfleisch