Projekttag Schach – 200 Schüler der MvT-Schule lernen Schach

Zum Auftakt des enorm erweiterten Schach-Angebots an der Martin-von-Tours-Schule in Neustadt traf sich das gesamte Schach-Team am Montag, den 5.September 2016, zu einem Projekttag Schach. Neben den elf  Trainern, Lehrern und Elternimg_8085 nahmen auch drei Schüler und sogar ein ehemaliger Schüler an dieser Veranstaltung teil. In ihrer Begrüßung erinnerte Schachkoordinatorin Ursula Lembach an die kleinen Anfänge  vor sechs Jahren, als sieben Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen die Schach-AG bildeten. Im aktuellen Schuljahr werden fast 200 Kinder das Schachspiel erlernen beziehungsweise ihre Kenntnisse erweitern.  Auch wurde  das an der Schule vorhandene Schachmaterial an die neuen Gegebenheiten angepasst: Es wurden für jede Schachklasse in der Grundschule, also für alle 1. und 2. Klassen,  je zwölf Brett- und Figurensätze, ein Demonstrationsbrett und ein Bodenbrett aus Puzzleteilen mit Figuren in passender Größe angeschafft, sodass nun 3200 Figuren auf 100 Brettern bewegt werden können. Frau Lembach hob aber hervor, dass nun auch die Schülerinnen und Schüler für das Schachspiel „bewegt“, also motiviert und begeistert werden müssten.

Um das Schachteam auf diese spannende Aufgabe vorzubereiten, sollte der Projekttag Schach wichtige Impulse setzen: Die beiden professionellen Schachtrainer Joachim Gries und Christoph Waschescio stellten die Reduzierung als methodische Komponente im Schachunterricht voimg_8074r. So forderten sie die Teilnehmer auf, nur mit den beiden Königen, die sich in der Ausgangsstellung befanden, zu spielen. Die Spieler staunten nicht schlecht, wie viele taktische Überlegungen an diesem scheinbar kleinen Problem angestellt werden können. Auch die Reduzierung des Spielfeldes ist ein Mittel, um gerade den Anfängern  eine größere Übersicht zu verschaffen.

Dann kamen die Schulpädagogen zu Wort. So wurde ein Plan erstellt, wie und in welchem zeitlichen  Rahmen vor allem in der Grundschule im Schachunterricht vorgegangen werden kann. Ausgestattet mit den vielen Schachmaterialien für ihre Klassen und motiviert für die ersten Schachstunden endete der Projekttag mit dem guten Gefühl, einen großen Schritt auf dem Weg zur Schachschule vorangegangen zu sein.

Und so trafen die Schachlehrer in den nächsten Tagen auf hochmotivierte Schüler: Vom Anfänger, der noch nie eine Schachfigur in der Hand hatte, bis zu einer Schülerin, die schon fleißig mit dem Opa zu Hause übt, war in allen Klassen eine große Bandbreite an Vorerfahrungen festzustellen. Da stellte es sich als günstig heraus, dass fast alle Klassen mit zwei Personen aus dem Schach-Team besetzt sind und so eine Differenzierung möglich ist.

Die Schülerinnen und Schüler der Schach-AG 1/2  nahmen dann gleich den neuen Gartenschach-Figurensatz in der Waldschule in Beschlag und liefen mit den Figuren um die Wette.  Dass ihnen das Spaß machte, sah man an ihren strahlenden Gesichtern. Von dieser Begeisterung und dem großen Schachangebot an unserer Schule wird sich der Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend Jörg Schulz noch im September bei einem Besuch an der Schule ein Bild machen.

Ursula Lembach