Für einen guten Zweck engagierten sich die Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule in Neustadt: In der „Erntedankwoche“ vom 10.10. bis 14.10.2016 verkauften die Grundstufe, die Jahrgangsstufen 5 und 6 und der Französischkurs der Abgänger Kuchen, Crêpes und Flohmarkt-Schätze zugunsten der Stiftung des Westphalia-Kinderdorfes Ciengulla in Peru.

Nachdem vier Tage lang in den Pausen Gebäck verkauft worden war, bildete der traditionelle Erntedank-Flohmarkt „von Kindern für Kinder“ am Freitag auf dem Hof der Waldschule den Höhepunkt der Aktion: Hunderte von Büchern, Kuscheltieren und Spielsachen wechselten den Besitzer. Insgesamt wurden in der Erntedank-Woche über 2000 Euro für das Westphalia-Kinderdorf „Aldea Infantil“ eingenommen, dessen Leiterin Lieselotte Schrader-Woyke seit Jahren in Kontakt mit der Martin-von-Tours-Schule steht. In dem Waisenhaus erhalten viele Straßenkinder aus der Großstadt Lima ein Zuhause, fürsorgliche Eltern und oft erst einen eigenen Namen. Obwohl das Kinderdorf seine Kinder von peruanischen Behörden zugewiesen bekommt, erhält es keine staatlichen Zuschüsse und kann sich nur durch Spenden finanzieren. Die Martin-von-Tours-Schule und deren Förderverein unterstützen das Projekt unter anderem mit der jährlichen Erntedank-Aktion.

Begonnen hatte das Schulprojekt vor über 20 Jahren: Die ehemalige Lehrerin Carola Niedenthal berichtete, dass bereits damals Erntedank-Aktionen für Projekte in Brasilien durchgeführt worden waren, um die deutschen Schüler auf die Probleme in Lateinamerika aufmerksam zu machen. Die pensionierte Lehrerin Doris Appel-Weyhrauch hatte dann vor Jahren die Kontakte nach Peru geknüpft. Sie selbst war dieses Jahr drei Monate in dem peruanischen Waisenhaus, um sich vor Ort ein Bild zu machen und den Kindern zu helfen. Sie berichtete im Musiksaal der Waldschule von ihren Erfahrungen und zeigte den Schülern einen Film über die Stiftung. Frau Appel-Weyhrauch berichtete, dass viele Kinder ein schlimmes Schicksal gehabt hätten und zum Beispiel von den Eltern misshandelt oder von kriminellen Banden ausgenutzt worden waren oder auf der Straße aufgewachsen seien. Da viele Kinder psychische Probleme hätten, sei die Arbeit im Kinderheim schwierig, aber die Kinder sehr dankbar.

Aus Peru hatte die pensionierte Lehrerin viele Waren mitgebracht, die die Jugendlichen aus dem Waisenhaus selbst angefertigt hatten: So konnten auf dem Flohmarkt lateinamerikanische Tischdecken, Wandschmuck, Stickereien oder selbstbemalte Postkarten gekauft werden.

Religionslehrer Benjamin Scherp, der die Erntedank-Aktion dieses Jahr gemeinsam mit der Fachschaft Religion organisiert  hatte, fand die Woche toll: „Sie bringt immer viel Spaß für die Kinder und viele Spenden für das Waisenhaus.“

Rudolf Falkenstern (Jahrgangsstufe 10) mit der Jahrbuch-AG

 

Die Martin-von-Tours-Schule bedankt sich herzlich bei allen Kindern, Lehrer/innen und Eltern, die mit ihren Kuchen- und Flohmarktspenden und ihrer Mithilfe beim Verkauf zu einem guten Gelingen der Erntedankwoche beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt den ehemaligen Lehrerinnen Doris Appel-Wehyrauch, Helene Rausch und Carola Niedenthal für ihre Unterstützung in der Küche, beim Verkauf der Peru-Produkte und bei den Vorträgen über die Stiftung.

Wenn auch Sie helfen und das Kinderdorf unterstützen wollen, können Sie spenden:

Konto:                                 Förderverein der Martin-von-Tours-Schule                                     

Verwendungszweck:     Kinderdorf Cieneguilla/Peru

IBAN:                                   DE21533500000070007886 bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf