Mit der Frage „Was will ich einmal beruflich machen?“ befassten sich über 30 Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule ganz praktisch im Rahmen eines Berufsorientierungsprogrammes (BOP): Die beiden achten Klassen der Gesamtschule fuhren vom 30. Oktober bis 11. November jeden Tag ins Bildungs- und Technologiezentrum (BZL) nach Lauterbach. Organisiert wurden die „Berufs-Schnuppertage“ von der Arbeitslehre-Fachbereichsleiterin Astrid Becker, während die Klassenlehrer und andere Lehrkräfte die Jugendlichen wechselnd nach Lauterbach begleiteten. Die Klassen lernten dort verschiedene Berufsbereiche kennen, z.B. Elektronik, Mediendesign, Informatik, Kaufmännischer Bereich/Einzelhandel, Gastronomie, Altenpflege und Metallverarbeitung.

Die Schülerinnen und Schüler kamen immer gegen 09:00 Uhr mit dem Bus an und fuhren um 14:00 Uhr wieder zurück. Als sie an ihrem ersten Tag eintrafen, wurden sie in die Kantine geführt und von dem Leiter des BZL begrüßt. Danach wurden sie in Gruppen eingeteilt und gingen mit ihren BZL-Lehrern in verschiedene Räume, wo sie sich mit unterschiedlichen Berufen auseinandersetzten. Jeder Beruf wurde in extra Räumen ausgeführt, z.B. in einer Werkstatt, einem Computerraum oder der Kantine. Insgesamt lernte jede/r Schüler/in in den zwei Wochen fünf verschiedene Berufsfelder kennen. Dabei sollten die Jugendlichen in ihren Gruppen immer selbst tätig werden, Verschiedenes ausprobieren und herausfinden, wo ihre Stärken und Interessen liegen. In dem Bereich „Metall“ bauten sie etwa eine Werkzeugkiste und im Bereich „Elektronik“ einen Schaltkreis. Lisa (13) berichtete, dass ihr das Berufsfeld „Elektronik“ am besten gefallen habe, weil der Lehrer alles sehr gut erklärt habe. Jessica (13) erzählte, dass sie der Bereich „Gastronomie“ am meisten interessiert habe. Ihr habe es Spaß gemacht, das Servieren einer „Wassersuppe“ zu üben und Nudeln mit Gemüse sowie Apfeltaschen zu kochen. Sie fand, dass die Berufsfindungstage eine gute Abwechslung zur Schule gewesen waren und dass das Essen gut war. Ilayda (13) hingegen fand die Abteilung „Mediendesign“ am besten, da ihr das Arbeiten mit PhotoShop am meisten Spaß machte: Sie konnte z.B. die Augen- und Haarfarbe auf einem Foto kreativ verändern. Ilayda könnte sich vorstellen, später Mediendesignerin zu werden. In Informatik wurde eine eigene Website erstellt und im Kaufmännischen Bereich wurde eine Kostenaufstellung zur Produktion von Jeans angefertigt. In dem Berufsfeld „Altenpflege“ lernten die Dreizehn- und Vierzehnjährigen das Verbinden von Wunden und den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen kennen.

Den Achtklässlern haben die BZL-Tage gut gefallen und viele würden diese Tage gerne wiederholen. Im März 2018 findet das zweiwöchige Betriebspraktikum statt und viele haben durch das Berufsorientierungsprogramm jetzt eine Idee, in welchem Bereich sie sich bewerben wollen.

Lisa Gies, Ilayda Gökkurt und Christine Lotz (Klasse 8a)

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