Gespensterschach – noch nie gehört? Das ging den 15 schachinteressierten Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und einem Schüler der Martin-von-Tours-Schule auch so, bevor Patrick Wiebe, der Beauftragte für Kinderschach der Deutschen Schachjugend, als Referent zum Schulschachpatent-Kurs nach Neustadt kam.

Ausgestattet mit dem Schach-Methodenkoffer der Deutschen Schulschachstiftung und  unzähligen weiteren Ideen entzündete er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Feuerwerk an Anregungen für den Schachunterricht an der Schule. Mit Würfeln wurde ermittelt, welche Figur als nächstes ziehen muss, Kartenpaare mussten wie beim Memory zugeordnet werden und beim Gespensterschach wurde mit 16 gleichen Figuren gespielt, um quasi blind zu wissen, welche Figuren sich dahinter verbergen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer probierten sehr viele Methoden aus, um dann einschätzen zu können, welche Kompetenzen dabei geschult werden: das räumliche, das systematische oder das prinzipielle Denken. Und da das alles noch Spaß gemacht hat, ist es genau richtig für die Schülerinnen und Schüler an der Neustädter Schachschule.

IMG_8671Außerdem wurde in dem Kurs vermittelt, wie man in der Schule Schachturniere organisieren und wie ein Lehrplan für die ersten Schachjahre aussehen kann.

Nach eineinhalb Tagen Schulschachpatentkurs waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut ausgestattet mit Material, Ideen und Begeisterung für den Schachunterricht und brennen nun darauf, den Schülerinnen und Schülern das neu  Erlernte beizubringen.  Zum Abschluss überreichte Herr Wiebe allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Zertifikat „Schulschachpatent der Deutschen Schachjugend“, das sie stolz entgegennahmen.

Ursula Lembach