Auch in diesem Jahr fuhren wir Siebtklässler der Martin-von-Tours-Schule wieder nach England: Die Studienreise nach Eastbourne in Südengland fand vom 2. bis 6. Mai, also fünf Tage lang, statt. Aus beiden siebten Klassen unserer Schule nahmen 43 Schüler und vier Betreuer teil.

Wir starteten gespannt und erwartungsvoll gegen halb sechs Uhr morgens in Neustadt. Die Busreise kam uns eigentlich gaSüdenglands Klippenr nicht so lange vor, weil die Fahrt lustig war und viele bei der Überfahrt nach England das erste Mal auf einer Fähre standen. Auch die Möwen, die das Schiff belagerten, sorgten für viel Spaß. Am Abend kamen wir aber doch erschöpft in Eastbourne an. Natürlich hatten wir alle Bammel vor Verständigungsschwierigkeiten mit den Gasteltern, aber die hatten schon so viel Erfahrung, dass es keine Probleme gab.

Am zweiten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Beachy Head, bestaunten die weißen Klippen und den tollen Blick aufs Meer. Leider machte uns das stürmische Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir fuhren zurück nach Eastbourne. Eine Stadtrally sollte uns zu allen wichtigen Punkten im Stadtzentrum führen, aber wir trafen uns alle im Shopping Center wieder.

In die Hauptstadt London ging es einen Tag später. Mit der Tube (der dortigen Der Uhrturm des Big BenU-Bahn) gelangten wir zur Tower Bridge und liefen zum Tower, den wir in Kleingruppen mit unterschiedlichem Interesse besichtigten. Die Kronjuwelen brachten aber alle zum Staunen – genauso wie die vielen dicht beieinanderstehenden Hochhäuser in der Stadt, von denen jedes ganz anders aussieht. Anschließend fuhr unsere Gruppe mit einem Fahrgastschiff die Themse entlang und stieg am Big Ben wieder aus. Es folgte ein sehr langer Spaziergang durch einen Teil der Innenstadt, an berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei: Downing Street 10, Hyde Park mit ernsten Horse Guards und putzigen Eichhörnchen, Buckingham Palace mit wartenden Reportern, Trafalgar Square und schließlich Covent Garden Market. Und das waren bestimmt noch nicht alle! Dann ging es mit der Untergrundbahn zurück zum Bus. Wie groß die 8-Millionen-Stadt sein muss und welche Eile dort herrscht, ahnt man in der Tube. Ohne Plan findeGruppenfoto an den Klippen von Beachy Headt sich ein Fremder kaum in dem riesigen Streckennetz zurecht. Man muss rechts auf der Rolltreppe stehen, sonst wird man links umgerannt. Überall sind Leute im Laufschritt unterwegs. Die einzelnen Abteile der Bahn sind so voll, dass man als Gruppe selten genug Platz findet. Aber der Tag in London war für alle ein ganz besonderes Erlebnis.

Am Ende unseres Aufenthaltes fuhren wir noch mit dem Bus nach Brighton, wo wir den Royal Palace sahen, das  tolle Sea Life Center besichtigten und mit einem neuen Quiz Pier und Stadt  zu Fuß erkundeten. Auf dem Heimweg holten wir noch das wegen Sturmes verschobene Gruppenfoto bei Beachy Head und die Wanderung an der Steilküste entlang nach.

Auf dem Heimweg wurden einige von uns während der Überfahrt von Dover nach Calais bei ziemlich hohem Wellengang von Übelkeit geplagt. Zur Ablenkung wurden einige Jungen von den Mädchen geschminkt. Das sorgte für reichlich Gelächter.

Wir kehrten mit vielen neuen Eindrücken heim. Die Verständigung in der Fremdsprache war nicht so schwierig wie erwartet. Und die Vorurteile gegenüber dem englischen Essen waren völlig unbegründet. Fast Food gibt es überall (wie in Deutschland), auch die Gasteltern bereiteten meist die uns bekannten Gerichte zu. Verwirrung gab es in den Badezimmern, denn die haben keinen Lichtschalter, sondern stattdessen eine Schnur mit Handgriff. Die Wasserhähne und Türe werden in entgegengesetzter Richtung geöffnet. Aber noch komischer fanden wir die vielen dünnen Schornsteine auf den Dächern. Weil fast jedes Zimmer einen Kaminabzug hat, tummeln sich auch auf ganz kleinen Häuschen oft vier Schornsteine. In den Straßen gleichen sich die Reihenhäuser, sodass man sich leicht verlaufen kann. Es war spannend, England zu entdecken. Danke für diese tolle Zeit!

Larissa Schenk, Shanaya Weitzel (Klasse 7a)