Die beiden 7. und 8. Klassen der Martin-von-Tours Schule besichtigten am Dienstag, den 21.11.17, mit ihren Klassenlehrer/innen das Kloster  Haina. Diese Besichtigung hatte das Motto „Eine Reise ins Mittelalter“ und passte daher gut zu unserem Thema „Mittelalter“, das wir gerade im GL-Unterricht durchnehmen. Der ehemalige Geschichtslehrer Ludger Paprotny führte uns in dem Kloster herum.

Als wir mit dem Bus ankamen, wurden wir von Herrn Paprotny freundlich begrüßt. Danach gingen wir in den Kapitelsaal und dort wurde uns erzählt, dass das Kloster schon seit über 500 Jahren kein richtiges Kloster mehr ist. Es ist nämlich ein Hospital für psychisch erkrankte Menschen, also leben dort keine Mönche und Nonnen mehr. Der Stifter des Klosters Haina war Graf Poppo von Ziegenhain.
Wir erfuhren auch, dass die Mauern nicht zum Schutz dienten wie bei einer Festung, sondern vor allem um die Innen- und Außenwelt voneinander abzugrenzen. Im Kloster wollten die Menschen abgeschieden leben und sich auf Gott konzentrieren. Das Leben im Kloster war sehr einfach und die Mönche und Nonnen arbeiteten und beteten viel. In den Gebäuden gibt es nur einen geheizten Raum, sonst ist es dort sehr kalt.

Als Nächstes besichtigten wir die Kirche: Die Kirche ist außen 25 Meter und im Innenraum 20 Meter hoch. In der Kirche stehen die Epitaphien, das sind Statuen zum Andenken der Hospital-Vorsteher. Außerdem erfuhren wir,  dass der Begriff „Die Klappe halten“ von den Mönchen und Nonnen stammt, die häufig bei nächtlichen Gebeten im alten Chorgestühl einnickten und dann eine Stuhlklappe ein knallendes Geräusch machte. Wir staunten darüber, dass das Chorgestühl 800 Jahre alt ist.

Wir bekamen eine Broschüre, die Herr Paprotny erstellt hat, und füllten während der Besichtigung darin ein Quiz aus. Nach dem Quiz sahen wir einen Film über die Entstehung des Klosters.

Am Ende entdeckten wir in der Kirche die Säulenschlusssteine mit besonderen Symbolen (z.B. ein Dämon, ein Lamm, ein Drache, ein Hund oder ein Laubenmann). Damit hinterließen die Menschen vor 800 Jahren Botschaften, die wir heute noch entdecken können. Zuletzt sollten wir Schüler auf ein Blatt ein Symbol der heutigen Zeit malen, das den Menschen in der Zukunft eine Botschaft hinterlässt. Einige malten Bücher, Freunde, Familie oder auch Handys.

Wir fanden den Besuch im Kloster Haina sehr interessant  und wir würden noch einmal dort hinfahren.

Constanze Lotz, Celine Schmitt und Rieke Rückershäuser (Klasse 7a)