Am 02.06.2026 besuchten die SchülerInnen der Klassen 9a und 9b die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar in Thüringen. Die jährlich stattfindende Exkursion ist wichtiger Bestandteil der geschichtlichen und demokratischen Bildung an der Martin-von-Tours-Schule. Nach einem ersten unterrichtlichen Einstieg in das Thema Nationalsozialismus traten die SchülerInnen am Dienstagmorgen die dreistündige Fahrt im bequemen Reisebus an, wobei auch eine kleine Pause eingelegt wurde.
Ganz anders sah die Ankunft der Häftlinge in Buchenwald ab dem Jahr 1937 aus. Nach mehrtägigen Transporten in überfüllten Güterwaggons und ohne die notwendigste Verpflegung wurden die Menschen von SS-Angehörigen brutal behandelt und zum Lager getrieben. Die SchülerInnen gingen gemeinsam diesen Weg ins Lager, an dessen Eingang die zynische Inschrift „Jedem das Seine“ zu lesen ist.
Insgesamt waren bis 1945 etwa 280.00 Menschen aus über 50 Ländern in Buchenwald inhaftiert, über 50.000 Menschen wurden ermordet oder starben aufgrund der unmenschlichen Haftbedingungen. Die SchülerInnen der Gesamtschule konnten sich anhand der Größe der Gedenkstätte ein Bild davon machen, welche Dimensionen das Lager damals hatte. Zudem sammelten sie an ausgewählten Stationen Informationen zu Gebäuden des ehemaligen Lagers, den täglichen Abläufen und Berichten von Überlebenden. Dabei wurde deutlich, wie auch Teile der Industrie und Forschung mit den Nationalsozialisten kooperierten, Zwangsarbeiter ausnutzten oder medizinische Experimente an Menschen durchführten. Einige SchülerInnen nutzten auch die Gelegenheit, Ausstellungen zu besichtigen.
Besonders bedrückend war die Besichtigung des Krematoriums, in dem die Leichen der getöteten Menschen verbrannt wurden. Die Asche wurde größtenteils in Erdlöcher geschüttet.
Abschließend besuchten wir den Friedhof und das Mahnmal auf dem Ettersberg, das an die Menschen und ihre Leiden erinnert.
Ulrich Hill für die Martin-von-Tours-Schule